Wintertraining

Das Nid- und Obwaldnerland sind zwar momentan per Velo von Luzern aus sehr schlecht erreichbar, Felssturz am Lopper sei Undank! Dafür ist der Verladedienst der Zentralbahn zwischen Hergiswil und Stansstad während der Sperrzeit kostenlos nutzbar. Und so lassen sich wunderschöne Winterfahrten machen. Vergangene Woche musste das Stanserhorn daran glauben, jetzt das Buochserhorn – zumindest die ohne Spikes zugänglichen Anhöhen desselben.

Mein Lupine-Akku hat nur bis exakt 100 Meter vor der Haustüre knapp durchgehalten. Die Kälte ist kaum eine Ausrede für diese schwache Leistung. Bevor die Sommerzeit kommt und das Licht des Abends nicht mehr immer gebraucht wird, muss die Batterie in den Service. Und einen weiteren Nachteil hat die Jahreszeit: Die paar Kilometer zwischen Bahnhof und Zuhause haben das Bike dermassen mit Salz eingesaut, dass eine ausführliche Süsswasserwäsche und anschliessendes Neueinfetten des Antriebs nötig war. Ist immer eine etwas ausufernde Geschichte ohne Wasseranschluss im Garten und mit der Wohnung im 5. OG ohne Lift.

Update: Ein fehlerhafter Kondensator eines Drittherstellers scheint wohl für den erhöhten Stromverbrauch meiner hellen Pfunzel verantwortlich gewesen zu sein. Wie nicht anders zu erwarten, hat Lupine die Lampe perfekt und in Windeseile repariert. Das nenn ich mal Kundendienst, Chapeau!

rotes Glück

Mit San Marzano verband ich bislang ausschliesslich einen Produktionsstandort von Büchsentomaten. Oder zumindest eine Aufschrift auf den nämlichen Büchsen – ob der in Tomatenform eingefangene Sommer tatsächlich immer von dort stammt, weiss ich nicht.

Dass es in San Marzano auch ein tolles Weingut gibt, Feudi di San Marzano, habe ich letztens bei einem feinen Essen entdeckt. (Das dabei neuentdeckte Restaurant wird hier wohl auch noch zum Thema werden.) Ein 2003er Primitivo di Manduria Sessantanni von ebendiesem Weingut hat unser Festmahl begleitet. Ein aussergewöhnlich aromatischer Tropfen, dessen fruchtiger Primitivo-Klang mit intensiven Gewürznoten – für mich am intensivsten stach ein Zimtduft heraus – unterlegt war. Passte perfekt zum rosa gebratenen Lammfilet und perfekt wohlig-wärmend zur kalten Jahreszeit.

Der aus auserlesenen Trauben von mindestens 60-jährigen Rebstöcken (hence the name) vinifizierte Traubensaft wird nach der Gärung 12 Monate im Barrique ausgebaut, was ihm sein unglaubliches Aroma beschert. 2003 scheint leider bereits ausverkauft zu sein. Im Angebot der Online-Weinhändler ist momentan der Jahrgang 2006 aktuell, zum Beispiel hier. Muss ich dringend bestellen.

Bei der Flasche haben die Marzanesen übrigens nicht an Material gespart: Ausgetrunken wiegt sie in etwa so viel wie eine herkömmliche volle Euro-Flasche. Das schlägt sich bestimmt schmerzhaft in den Versandkosten nieder.

How to tick people off

Grandios, davon sollte man ein paar Punkte im Repertorie haben:

  • Leave the copy machine set to reduce 200%, extra dark, 17 inch paper, 99 copies.
  • In the memo field of all your checks, write «for sexual favors».
  • Specify that your drive-through order is «TO-GO».
  • If you have a glass eye, tap on it occasionally with your pen while talking to others.
  • Stomp on little plastic ketchup packets.
  • Insist on keeping your car windshield wipers running in all weather conditions «to keep them tuned up».
  • Reply to everything someone says with «that’s what you think».
  • Practice making fax and modem noises.
  • Highlight irrelevant information in scientific papers and «cc» them to your boss.
  • Make beeping noises when a large person backs up.
  • Finish all your sentences with the words «in accordance with prophesy».
  • Signal that a conversation is over by clamping your hands over your ears and grimacing.
  • Disassemble your pen and «accidentally» flip the ink cartridge across the room.
  • Holler random numbers while someone is counting.
  • Adjust the tint on your TV so that all the people are green, and insist to others that you «like it that way».
  • Staple pages in the middle of the page.
  • Publicly investigate just how slowly you can make a croaking noise.
  • Honk and wave to strangers.
  • Decline to be seated at a restaurant, and simply eat their complimentary mints at the cash register.
  • TYPE IN UPPERCASE.
  • type only in lowercase.
  • dont use any punctuation either
  • Buy a large quantity of orange traffic cones and reroute whole streets.
  • Repeat the following conversation a dozen times.
    «DO YOU HEAR THAT?»
    «What?»
    «Never mind, it’s gone now.»
  • As much as possible, skip rather than walk.
  • Try playing the William Tell Overture by tapping on the bottom of your chin. When nearly done, announce «No, wait, I messed it up», and repeat.
  • Ask people what gender they are.
  • While making presentations, occasionally bob your head like a parakeet.
  • Sit in your front yard pointing a hair dryer at passing cars to see if they slow down.
  • Sing along at the opera.
  • Go to a poetry recital and ask why each poem doesn’t rhyme.
  • Ask your co-workers mysterious questions and then scribble their answers in a notebook. Mutter something about «psychological profiles».

Hier gefunden.

spring surprise

Wieder einmal Basics: Teigwarengratin. Allerdings wie üblich ein bisschen frisiert.

Für zwei Personen werden 200 g Teigwaren al dente gekocht. Eine kompakte Sorte, die eine Sauce gut aufnehmen kann, eignet sich besonders gut. Ich erinnere mich gerne an einen ehemaligen WG-Kumpel, der für alle Arten von Hartweizen-Erzeugnissen ausschliesslich den Begriff «Nudel» verwendete. Wir sind hier – ganz der kulinarischen Aufklärung verpflichtet – natürlich sehr genau: Dieses Mal kamen die kleinen Spiralfedern, die Fusilli bucati corti von Voiello (trafilata al bronzo, also durchs Bronzemodel gedrückt und deshalb mit rauher, die Sauce magisch anziehender Oberfläche) zum Einsatz. Kurz vor Ende des al-dente-Kochvorgangs kommen zwei fein geschnittene Peperoni mit ins Kochwasser, auf dass sie nicht ganz roh im Gratin landen.

Die abgetropften Teigwaren und Peperoni landen dann in einer feuerfesten Form. FreundInnen des Fleischgenusses häuten eine rohe Schweinsbratwurst, zerzupfen sie zu kleinen Bällchen und drücken diese in die Teigwarenmasse hinein.

Aus ordentlich Olivenöl, einem Löffel Mehl und 4 dl Milch wird eine weisse Sauce produziert. Für eine schöne Farbe kommen 2 EL Tomatenpüree dazu. Ich würze sie gerne mit Hühnerbouillon und einem Schluck Marsala. Und mit einer gehackten Zwiebel, ein Geheimtip!
Um die Sauce «Mornay» taufen zu können (und um das Aroma noch ein wenig aufzubessern), kann man eine Hand voll Reibkäse darin schmelzen.

Dann kommt die weisse Pracht – welchen Namens auch immer – über die Teigwaren und die Form ca. 20 Minuten in den heissen Ofen. Am besten wird der Spass, wenn der Gratin eine schöne Farbe bekommt, die Sauce aber noch nicht vollständig aufgesogen und verschwunden ist.

(ja, 100 Punkte für alle, die das Titelzitat richtig zuordnen)

&

Für Freundinnen und Freunde der Typografie: Eine schlicht gemachte Website, die sich einem schönen, kuriosen und typografisch interessanten Zeichen widmet, dem Ampersand.

300&65 Ampersands

(Update: Jetzt stimmt auch der Link…)

kein Verbrechen

Eine Poeten wie Sven Regener muss ich dem geneigten Publikum hoffentlich nicht gross vorstellen. «Herr Lehmann» gehört für mich zu den sprachlich allerschönsten Werken der deutschen Literatur. Ich darf das ja sagen, ich bin kein Literaturwissenschaftler. Und hoffe selbstverständlich, dass mir der eine oder andere Vertreter dieser Zunft beipflichten würde.

Ein Glücksfall, dass Regener nicht nur Bücher sondern auch Lieder schreibt und diese stimmgewaltig mit einer tollen Band zum Besten gibt.

Eben erst live in Zürich gehört – für alle Daheimgebliebenen hier zwei für die Band typische wunderschön-melancholische Stücke aus der aktuellen CD:

Auf einem Spielplatz ruft ein Kind nach seiner Mutter
Damit die sieht, wie hoch das Kind schon schaukeln kann
Und es wirft die Beine vor und hoch zum Himmel
Bis ein Schuh davonfliegt und der landet dann

Auf einem Auto, das am Straßenrand geparkt ist
Auf dessen Windschutzscheibe «Schwein» geschrieben steht
Und das, metallic-braun und glatt wie deine Haare,
Genau wie du sein wahres Alter nicht verrät

Ganz egal, woran ich gerade denke
Am Ende denk ich immer nur an dich


.

Wundert mich nicht, wenn ich schlecht ausseh heute Morgen,
das kommt davon, wenn man die Horizontale pflegt.
Und ein plötzlicher Wind die Bilder glücklicher Tage durchs Zimmer weht.
Und Blätter auf denen in Schönschrift «hau ab, du Vollidiot» steht.
Aber auch solche, auf denen es heißt «ich liebe dich sehr».

In mondlosen Nächten träum ich noch immer von dir.

(Leider das einzige Video, das ich auf die Schnelle zu diesem Lied gefunden habe. Bessere Klangqualität gibts kostenpflichtig zum Beispiel hier.)

Bezüglich des Verbrechens habe ich soeben eine Bildungslücke meinerseits geschlossen und lasse das Publikum gerne teilhaben: Die Band hat sich bei der Gründung 1985 nach einem Film von Lars von Trier benannt.

Haiku VII

Serious error.
All data has disappeared.
Screen. Mind. Both are blank.

doppelt sehen

Nein, keine Angst, das Weinglas ist nicht dehalb so verschwommen, weil ich dessen Inhalt zu sehr gefrönt habe. Wenn auch der tolle apulische Rote bestens zu der improvisierten Schweinehaxe, geschmort in Blumenkohl, Fenchel und Tomaten (sehr feine Kombination, lasst es euch gesagt sein!) gemundet hat. Schuld am Effekt ist einzig und allein die stilvolle Lampe.

an apple a day…

The only problem with Microsoft is they just have no taste. They have absolutely no taste. And I don’t mean that in a small way, I mean that in a big way, in the sense that they don’t think of original ideas, and they don’t bring much culture into their products.

Steve Jobs

Ja, recht hat er, der gute alte Jobs. Mit iPhone, iPod Classic und Shuffle bin ich schon ein bisschen ins Apfel-Universum vorgestossen. Der Tag ist aber definitiv nicht mehr weit, wo ein MacBook oder ein iMac meinen Schreibtisch zieren wird.

Haiku VI

Chaos reigns within.
Reflect, repent, and reboot.
Order shall return.