Der Lauf der Dinge

Wer kennt es nicht, das zeitlose Video von Fischli/Weiss aus dem Jahr 1987? Eine meiner frühesten Erinnerungen an den gymnasialen Werkunterricht. Wir haben den Film damals geguckt – was wir danach aber gemacht haben, ist den Wirrungen meines dementen Hirns schon längst entfleucht. Vielleicht weiss meine Werklehrerin von damals mehr.

Jetzt, fast 20 Jahre später, stolpere ich über dieses sensationelle Musikvideo, This Too Shall Pass von OK Go:

Und habe nebenbei – dieses Blog ist definitiv besser als Fernsehen – sogar noch gelernt, dass eine solche Installation «Rube-Goldberg-Maschine» heisst.

Winterausläufer

Ganz geschwind, bevor der Winter zu Ende geht – ist er meines Erachtens zwar bereits, und komme mir bitte niemand mehr mit Skifahren! –, hier mein absolutes Lieblings-Hammer-Käsekuchenrezept. Ihr wisst ja, in der kalten Jahreseit mag ichs in der Küche heiss und deftig und nahrhaft. Und darum ist wohl auch dieses Gericht der Alptraum von so mancher Ernährungsberaterin.

Wir starten mit einem runden Kuchenteig, 28 cm, der auf einem ebenso runden Blech landet und mit der Gabel grosszügig eingestochen wird. Ganz fein wird der Kuchen natürlich mit einem selbstgemachten Teig.

Dann:

200 g Greyerzer
200 g Emmentaler
(Am liebsten mag ich die höhlengereiften rezenten Versionen der beiden Käse – es dürfen nach Belieben natürlich auch andere Sorten sein. Aber bitte kein «Reibkäse» aus dem Plastikbeutel!)
200 g Speckwürfel (ja, es geht selbstverständlich auch vegetarisch)
1 grosse Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer, Kräuter, Paprika
3 Eier, verquirlt
2.5 dl Rahm

Den Käse zerkleinern. Grob reicht völlig aus; ich verwende jeweils die Reibe, mit der ich auch Kartoffeln zu Rösti verarbeite. In einer grossen Schüssel wird er sodann mit dem Speck, den gehackten Lauchgewächsen, den Gewürzen und den Eiern gut vermischt. Zuletzt hebt man den steifgeschlagenen Rahm darunter. Die ganze Masse auf den Teig geben und ca. 30 Minuten bei 200 °C backen.

Habe ich schon erwähnt, dass der Käsekuchen sehr nahrhaft ist? Zusammen mit einem feinen Salat (wir wollen schliesslich die Götter der Ernährungsberatung milde stimmen) reicht ein kleines Stück, um für ein paar Stunden über die Runden zu kommen.

Apropos Lauchgewächse: Wusstet ihr, dass Zwiebel (Allium cepa) und Knoblauch (Allium sativum) botanisch eng miteinander verwandt sind? Was ich nicht alles lerne mit diesem Blog!

wirr

Nimmt mich ja wunder, was die Ersteller dieses Films Spannendes geraucht haben. Tolle Tricktechnik auf jeden Fall. Was haben wir gelacht!

[gefunden bei mcwinkel]

boring II

Einen für die Frauen dieser Welt, über uns langweilige Männer. Nehmt euch das zu Herzen!

wo man wohnen sollte

Unsereiner als eingefleischter Luzerner kann sich ja nie ganz erklären, weshalb sich jemand plötzlich im Kanton Aargau niederlassen sollte. Siehe da, heute gibt es im Magazin des Tages-Anzeigers Support von Peter Bichsel, notabene ein gebürtiger Luzerner, der über seine Wahlheimat Solothurn spricht und in einem Nebensatz alles klar macht:

[…] ich finde die Stadt sogar eher langweilig, jedenfalls ist es hier nicht so lustig, wie es scheint. Es ist ein kleines Städtchen. An sich gibt es keinen Grund, da zu wohnen, ausser dem einen: dass einen niemand fragt, warum man hier wohnt. In Aarau würde ich dauernd gefragt werden, ich müsste mich dauernd rechtfertigen.

(Nein, meine liebe mitlesende Freundin, lass dich von mir nicht abhalten, dein Haus im fremden Aargau zu bauen. Aber sei dir bewusst, dass wir nicht so bald mit Sticheln aufhören werden :-))

sooo schwierig ist es wirklich nicht

Es ist ja schon so: Manchmal wird man als geübter Computernutzer mit einem halben Hirn bereits beängstigend angehimmelt, wenn man jemandem bei einem Problem helfen kann. Insbesondere dann, wenn das störrische Programm dem Supporter selbst zuvor unbekannt war. Dabei nutzen wir auch nicht mehr als ein bisschen gesunden Menschenverstand:

(Ich weiss leider keine Quelle, hab das Bild auch nur so erhalten. Und bitte den Copyright-Inhaber schon mal inständig um Verzeihung!)

Wenn wir schon beim Thema sind: Ich werde zwar dafür bezahlt, aber ich wünschte mir ab und zu doch auch einmal ein Mittagessen oder eine Kaffeepause im Betrieb, wo das Thema «Computer» nicht erwähnt wird. Ob ich Helpdesk-Öffnungszeiten einführen sollte?

awkward

Als wichtige Ergänzung zu diesem Linktip heute die übelsten Fotoleichen aus vergilbten Familienalben. Auch hier gilt die Aufforderung zum Mitmachen, die Website speist sich aus peinlichen Sammlungen weltweit.

die katholische Kirche

Wenn sich der Londoner Schriftsteller, Komiker und Schauspieler Stephen Fry zu den fundamentalen Problemen der katholischen Kirche äussert, verspricht es spannend zu werden. Hier der Mitschnitt aus der «Intelligence² Debate», ein Auszug aus der Beschreibung liest sich folgendermassen:

As a homosexual, Fry reflects how bizarre it is to be accused of being «immoral» and «a pervert» by an institution that has persistently hushed up the rape and abuse of children under its care, and whose leading members, abstentious nuns and priests, all share an attitude towards sex that is utterly unnatural and dysfunctional.

Fry schliesst mit dem bemerkenswerten Gedanken, dass der einfache Zimmermann aus Nazareth von einer arroganten Organisation, als was sich die katholische Kirche heute präsentiert, mit all ihrem Pomp und ihrem Exzess wohl kaum akzeptiert würde.
Ob ich es noch erleben werde, dass sich Rom wieder zu einer ernstzunehmenden Instanz wandelt, die glaubwürdig die radikalen und unbequemen Ideen des Nazareners verteten kann?

T-Shirt-Krieg

Ein sensationell aufwendige Produktion:

der Frühling ist da

Da hüpft das Herz des gefrässigen Gourmets. Darf ich demnächst geniessen – und bin präventiv am Fasten und Seilspringen.