Foto und Erlebnisbericht vom Cateringbetrieb am vergangenen Sonntag bin ich ja noch schuldig:

Als Koch kann man natürlich schon punkten, wenn man den «Bunten Frühlingssalat im Kräuter-Nuss-Körbchen mit Peperoni-Forellen-Mousse» ankündigt. Da kann eigentlich nichts schiefgehen.
Die Mousse aus dem Gebläse erwies sich als sehr pflegeleichter Glücksfall. Nach einer Nacht im Kühlschrank musste am Einsatzort nur noch der Behälter unter Druck gesetzt werden, und schon konnte das fröhliche Garnieren losgehen. Optisch sehr gelungen, ideale Konsistenz, sehr feiner Geschmack. Jetzt brauche ich nur noch ein bisschen Übung im Handling, vor allem was die in der blickdichten Flasche verbleibende Menge betrifft. Purer Zufall war es am Sonntag, dass ich das Dutzend Teller vollständig garnieren konnte, bevor dem Bläser die Puste ausging.
Der Vollständigkeit halber natürlich noch das Rezept:
200 g Doppelrahm-Frischkäse
100 g rote Peperoniwürfel (das entspricht in etwa der Menge von eineinhalb geschälten Peperoni)
50-100 ml Rahm
1 Forellenfilet, geräuchert
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer, Knoblauch, Zitronensaft nach Belieben und Bedarf
Die Peperoniwürfel andämpfen, die Forelle zerkleinern und von allfälligen Gräten befreien. Dann alle Zutaten fein pürieren. In den Rahmbläser füllen und zugeschraubt mindestens 2 Stunden kühl stellen. Mit dem Rahm kann die Konsistenz der Crème so justiert werden, dass sie gerade noch so aus dem Mixerglas in den Bläser fliesst. Dicker ist nicht gut, und zu dünn sollte sie auch nicht sein.
Bei meinem Kisag-Rahmbläser mit 0.5 l Inhalt muss vor dem Anrichten eine CO2-Kapsel eingefüllt und dann kräftig geschüttelt werden. Und schon ist die Prachtsmousse bereit.
Ja, das aus hochwertigen Materialien gefertigte Küchengerät lässt sich gut vom Fischgeruch reinigen. Und nein, die Schoggi-Mousse, die gestern getestet wurde (125 ml Rahm, 2-3 EL Kakaopulver, 1 EL Puderzucker, 1 EL Rum oder sonstiges Geistreiches, eine CO2-Patrone, fertig) schmeckte nur nach Rum und Schokolade. In dieser Reihenfolge, ich habe den Esslöffel grosszügig aus dem Handgelenk gemessen…