Demokratie

Wir Stimmenden dieses Landes dürfen sich in einem Monat einmal mehr mit Wahlkampf beschäftigen. Die Schäfchen- und Ziegenpartei muss sich vor den Gesamterneuerungswahlen im Gespräch halten. Den ganz guten lakonisch Kommentar zum Thema hab ich bei den Jungs drüben gefunden:

Wenn ihr Ja stimmt zur Ausschaffungsinitiative, seid ihr dafür, dass Eltern, deren Sprösslinge ihren Lebenslauf mit einer Dummheit wie Drogenhandel oder Raub verbiegen, vollkommen machtlos zusehen müssen, wie ihre Kinder ausgeschafft werden. Jene, die euch das Geld legal aus der Tasche ziehen, eure Pensionskassengelder an der Börse verjubeln und sich dann mit euren Steuergeldern sanieren, wären von dem neuen Gesetz nicht betroffen.

Murphy lebt

Wie aus dem Lehrbuch: Anfangs der Woche beim grossen Business-IT-Versender, der sich üblicherweise durch tadellos schnellen Service auszeichnet (Lagerartikel werden bei Bestellung bis 17 Uhr am Folgetag ausgeliefert), ein neues Spielzeug gekauft. Tags darauf bringt der Briefträger die Hälfte der Bestellung, natürlich nur den Zusatzakku. Nützt mir nichts. Mist, man ist ja schliesslich ungeduldig, wenn die Spielwaren endlich mal bestellt sind.
Telefon ins Zugerland: ja … doch … die Kiste sei unterwegs. Sollte im Verlauf des Tages ankommen. Rückruf 30 Minuten später: Es dauere leider einen Tag länger. Mist.
Anderntags brav früh bereit, um den Paketpöstler keinesfalls zu verpassen. Um 9 ist er immer noch nicht gekommen, also wieder ans Telefon. Die rücken immerhin mit einer Trackingnummer des Pakets raus. Hurtig ins Internet, Nummer eingetippt: «Zur Abholung gemeldet». Postslang für: Adressat nicht anwesend, Abholeinladung im Briefkasten plaziert. Mist.
Also flugs zur Post – inklusive Mund fusslig reden wegen des fehlenden Wischs, den der Pöstler in meinen Kasten hätte werfen sollen. Hat er nämlich nicht. Auf dem Land wärs ja kein Problem gewesen: Das Paket kommt zurück auf die Poststelle und kann subito abgeholt werden. In der Stadt wird das via Distributionsbasis ausgeliefert, und die haben diesbezüglich gar kein Musikgehör: Ab dem nächsten Tag liegt das Zeug auf dem Postbüro bereit. Immer noch Mist.

Bin ja gespannt, was morgen noch dazwischen kommt. Irgendwas muss ja. Der da jedenfalls wird vor Freude im Grab rotiert haben.

Update: Beim Blick auf die Adresse wird zumindest eines klar: Ohne Vorname auf der Etikette wusste der Pöstler natürlich nicht, an wen das Paket gehen sollte. Und hat es selbstverständlich – Murphy denkt ja mit – ausschliesslich bei den anderen Büchlers im Haus abzuliefern versucht…

Bild des Tages: nachher

Wunderschön ordentlich, nicht wahr?

Deutsch für du

Diese Fehlermeldung haben wir im Laufe der Installationsarbeiten in den letzten Wochen einige Male zu lesen bekommen. Komisch: In der Vorversion war der Text meines Wissens genau gleich, einfach ohne den Tipfehler. Und vollständig.
Sowas muss doch nicht extra neu lokalisiert werden, ist nur hinausgeworfenes Geld!

Powerpoint

Nach einem Hinweis (Danke!) endlich wieder mal gefunden, die Präsentation von Don McMillan über die gebräuchlichen Powerpoint-Todsünden:

Altes Video und längst bekannte Erkenntnisse. Aber dennoch sitze ich so oft in Vorträgen, die Powerpoint-technisch zum Schreien komisch sind. Lernt man das denn nur bei uns korrekt?

Spam (?) des Tages

Lustige Sachen in meiner Inbox:

From: SmartDocs@dfas.mil

This is a notification that your Password for access into the myPay system was Established or Changed effective Wednesday, Oct 13, 2010 at 0918 Eastern Time. If you did not take this action, contact a Password Administrator at 1-888-DFAS411 or 1-888-332-7411, Commercial 216-522-5096, or DSN 580-5096.

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Delivered by Defense Finance and Accounting Service

Der (Die? Das?) DFAS scheint dafür verantwortlich zu sein, dass die Angestellten des US Verteidigungsministeriums rechtzeitig ihre Kohle erhalten. Fragt sich, ob ich mit einem myPay-Account nun wohl die Möglichkeit hätte, mein eigenes Einkommen aufzubessern. Und ob schnell einmal ein unauffälliger grauer Kleinbus vor meinem Haus parkiert, wenn ich es denn wirklich versuchen sollte.

Computersupport

Phasenweise recht wirr, dieses schwedische Filmchen. Ist aber eine aufwendige Produktion. Und bietet eine schöne Vorstellung davon, wie es beim Support zu und her geht.

Bild des Tages: vorher

Der Grossumbau der IT bietet gleich eine willkommene Gelegenheit, die Racks einmal ein bisschen zu ordnen und die Dokumentationen auf den neusten Stand zu bringen.
So gehts ja nun wirklich überhaupt nicht mehr:

aus der Suchtabteilung

Es scheint glücklicherweise auch im Land des Dreifachen-Latte-Caramel-Sirup-Schokostreusel-Flavor-Wasweissich-braunes-Getränk Leute zu geben, die Kaffee bevorzugen. Die Jungs hier haben sich Einiges vorgenommen:

Intelligentsia Coffee’s mission is to provide our customers, staff, and community with an unparalleled and complete coffee and tea experience in an environment steeped in understanding, knowledge, skill, service and mutual respect.

Intelligentsia exists to provide both a fulfilling work environment for our employees and the highest quality products for our customers. Both goals are equally necessary to the success of our business.

Hohe Ziele. Und dazu gehört offenbar auch die Ausbildung von Weltklasse-Baristas. Und die Produktion von Bildungsfernsehen:

Darauf einen kleinen kurzen Schwarzen!

Bild des Tages

Man hat ja eigentlich perfekt geplant und ein gutes Dutzend Leerpaletten mit mannshohen Rahmen bestellt, um das Verpackungsmaterial effizient sortieren, stapeln und abführen zu können. Lange haben die aber nicht gereicht. Und bis zur Lieferung der nächsten 12 Paletten sieht die Produktionshalle halt ein bisschen unordentlich aus…