Wie aus dem Lehrbuch: Anfangs der Woche beim grossen Business-IT-Versender, der sich üblicherweise durch tadellos schnellen Service auszeichnet (Lagerartikel werden bei Bestellung bis 17 Uhr am Folgetag ausgeliefert), ein neues Spielzeug gekauft. Tags darauf bringt der Briefträger die Hälfte der Bestellung, natürlich nur den Zusatzakku. Nützt mir nichts. Mist, man ist ja schliesslich ungeduldig, wenn die Spielwaren endlich mal bestellt sind.
Telefon ins Zugerland: ja … doch … die Kiste sei unterwegs. Sollte im Verlauf des Tages ankommen. Rückruf 30 Minuten später: Es dauere leider einen Tag länger. Mist.
Anderntags brav früh bereit, um den Paketpöstler keinesfalls zu verpassen. Um 9 ist er immer noch nicht gekommen, also wieder ans Telefon. Die rücken immerhin mit einer Trackingnummer des Pakets raus. Hurtig ins Internet, Nummer eingetippt: «Zur Abholung gemeldet». Postslang für: Adressat nicht anwesend, Abholeinladung im Briefkasten plaziert. Mist.
Also flugs zur Post – inklusive Mund fusslig reden wegen des fehlenden Wischs, den der Pöstler in meinen Kasten hätte werfen sollen. Hat er nämlich nicht. Auf dem Land wärs ja kein Problem gewesen: Das Paket kommt zurück auf die Poststelle und kann subito abgeholt werden. In der Stadt wird das via Distributionsbasis ausgeliefert, und die haben diesbezüglich gar kein Musikgehör: Ab dem nächsten Tag liegt das Zeug auf dem Postbüro bereit. Immer noch Mist.
Bin ja gespannt, was morgen noch dazwischen kommt. Irgendwas muss ja. Der da jedenfalls wird vor Freude im Grab rotiert haben.

Update: Beim Blick auf die Adresse wird zumindest eines klar: Ohne Vorname auf der Etikette wusste der Pöstler natürlich nicht, an wen das Paket gehen sollte. Und hat es selbstverständlich – Murphy denkt ja mit – ausschliesslich bei den anderen Büchlers im Haus abzuliefern versucht…