Datenpanne?

Für alle Fälle eine Zweit-SIM zu haben, kann bestimmt nicht schaden. Nicht dass ich an der Verfügbarkeit des grossen Anbieters mit dem Fruchtlogo zweifeln täte. Aber wenn man beim No-Frills-Anbieter so günstig zu einer tollen Vanity-Nummer kommt, muss der Techniker ja zugreifen.

Dummerweise hat der Konzern aber eine mühsame Richtlinie zur Vermeidung von nachrichtenlosen Konten: Erfolgt in einem Zeitraum von sechs Monaten keine Aktivität mit der SIM-Karte, wird sie gesperrt. Und kann natürlich nicht im Kundenportal wieder entsperrt werden, obwohl ich mich dort per Login recht eindeutig authentifiziere. Nein, es muss per Webformular die Hotline bemüht werden. Beim zweiten Versuch betreiberseits fand die SIM tatsächlich wieder den Weg ins Netz und holte sich als erstes gerade die folgende SMS aufs Gerät:

Abgesehen davon, dass ich die Mindestlänge von 20 Sekunden an sich schon unfreundlich finde (oder ist das die Gebühr fürs Entsperren?), erstaunt mich die Anrede in der Nachricht: Seit den unseligen Terroranschlägen muss man sich bei einem SIM-Kauf ausweisen. Also sollten mich die Jungs von Yallo eigentlich als Herr Büchler kennen. Ein einfaches «SELECT nachname FROM customers WHERE phone=$dienummerdiewirgeradeebenentsperrthaben» schafft jeder ambitionierte Programmieranfänger nach einem halbstündigen SQL-Schleuderkurs.

Hat da jemand Probleme mit der Kundendatenbank? Ein Fall für Hanspeter Thür?

(btw: Wieso um Himmels Willen hat man dem armen Mann neben dem Datenschutz auch noch den Informationsauftrag rund um das Öffentlichkeitsprinzip aufgehalst? Ich traue ihm die Aufgabe ja zweifellos zu. Aber «Der Edöb» als Berufsbezeichnung sieht einfach hoffnungslos bescheuert aus!)

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