Südafrika beweist, was niemand für möglich hielt: man kann Fussballfans mit Lärm nerven. Es gibt etwas, das noch viel nerviger ist als sie selber.
Gefunden bei Heise, im Artikelforum über die technischen Möglichkeiten des Ausfilterns des Getrötes.
Jaa, nennt mich ruhig Spielverderber! Aber ich habe zum Beispiel absolut NULL Verständnis dafür, dass die städtische Hauptverkehrsachse während Stunden fast unpassierbar ist, weil «wir» per Zufall ein Tor geschossen haben. Wie weltbewegend!
ja, Spielverderber! Lass ‚uns‘ doch die Freude, sie wird nicht mehr lange währen… Es ist doch schön, wenn sich Leute im Stau einmal nicht aus Wut anhupen. Mir gefällt’s wie du siehst…
Ich warte schon lange auf den Ethno- oder Psychologen, der mir erklärt, wieso ich dem Phänomen Fußball nun wirklich nichts, überhaupt nichts abgewinnen kann.
Gleichzeitig wüsste ich nur zu gerne (sicher gibts darüber bereits Dissertationen), weshalb Fußball eine dermaßen emotionale Sportart ist. Wieso es zu derartigen Gewaltausbrüchen kommt. Wieso der Blick den Nationaltrainer einbürgern lassen will, weil seine von ihm trainierten Schützlinge in einem Murks-Spiel knapp gesiegt haben. Und so weiter.
Unvergessen eine Szene der letzten Europameisterschaft: wir mässig Fußballinteressierten saßen während des Spiels Schweiz-Türkei in einem Restaurant, wo natürlich auch einige Fernseher liefen. Als jemand von uns eine gelungene Passkombination der Türken mit einem «schön» kommentierte, wären vom Nachbartisch fast die Flaschen geflogen.
WissenschafterInnen vor: wer kann mir das erklären?