schöne Aussichten

Traditionellerweise ist es an Karfreitag ja frühlingshaft sonnig und warm. Ich kann mich jedenfalls an keinen verregneten Freitag vor Ostern erinnern. Die herrliche Föhnlage heuer nutzten wir für eine tolle Ausfahrt im Nidwaldnerland.

Eine erste Runde führte uns auf den Seewligrat am Südhang des Bürgenstocks. Wer eine 25’000er von swisstopo zur Hand hat: Punkt 937 am Westende des Grats bietet eine fantastische Aussicht über den Kanton, aber auch eine grandiose Weitsicht bis hin zu den wichtigen Berner Viertausender.

Die zweite Runde war dem Mueterschwanderberg gewidmet. Der steile Aufstieg durch eine wilde Schlucht zeigte, dass auch drei erfahrene Kartenleser sich ab und an einmal irren können. Immerhin fühlte man sich währenddessen nie ganz alleine in der Wildnis – unser grösster Geldverschwender, die Armee, hatte diskret aber unübersehbar seine Spuren an den Felsen hinterlassen.

Oben angekommen durften wir uns im Sinne eines ganzheitlichen Crosstrainings als Geometer beschäftigen und die Profilstangen für einen Hausneubau setzen. Schlechtes Gewissen inklusive, mahnt doch schon das Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, in diesen Tagen das Pflügen und Graben zu unterlassen, «um Christus nicht im Grabe zu beunruhigen». Ein dem Tag angemessenes Festmahl bei bester Aussicht – die hohen Berge grüssten auch hier wieder – beruhigte das Gewissen und rundete die sportlichen Aktivitäten elegant ab.

Wer sich übrigens über die Schwimmstrecke zwischen Hergiswil und Stansstad wundert: Keine Sorge, ich konnte trockenen Fusses über das Wasser wandeln. Die temporäre Not-Ponton-Brücke am Lopper steht endlich, Stans ist rechtzeitig auf den Frühling hin wieder mit dem Velo erreichbar.

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