lernresistent, hochgradig

Ich bin ja definitiv nicht der Starbucks-Typ (wie kann man bloss halbe Badewannen voller Dreifachen-Latte-Caramel-Sirup-Schokostreusel-Flavor-Wasweissich-Kaffee trinken?), trinke meinen Kaffee gerne sehr klein, rabenschwarz und stark. Und dennoch muss ich zu meiner Schande eingestehen, welchen Blödsinn ich letzte Woche käuflich erstanden habe:

Kaffee?

Jetzt wäre das ja noch knapp entschuldbar: Es ist bald Weihnachten, da schlägt halt die karitative Ader durch und man unterstützt notleidende Kaffeekonzerne. Und zur aufkeimenden Weihnachtsstimmung passen doch Lebkuchen-, Aprikosen- und Maronen-Aromen. Aber nein, nach den ersten zwei (in den Ausguss, nicht den Rachen) weggekippten Tassen gibts nur ein Fazit für mich: Schmeckt Scheisse. Zwar nach Lebkuchen und Kaffee, aber beides unsäglich schlecht. Nicht zu vergleichen mit einem starken Espresso und einem Stück frischen Lebkuchens.

Eben: Das wäre knapp entschuldbar, einmal in die Klokiste gegriffen, daraus fürs Leben gelernt. Aber wieso um Himmels Willen habe ich Weihnachten 2007 mit «Chocolate Orange, Almond, and Cardamom» und letztes Jahr mit den Varietäten «Ginger, Caramel and Mandarin» genau denselben Fehler gemacht?

Wer Interesse am einmaligen Geschmackserlebnis hat: Anfangs Februar werden die verbliebenen Kapseln im Skilager dem Tiramisu das Aroma schenken, bis dahin stauben sie bei mir in der Küche vor sich hin und werden jedem Besuch gnadenlos einzuflössen versucht.

4 Kommentare

  1. denise sagt:

    jetzt kann ich!
    „werden jedem besuch gnadenlos einzuflössen versucht“: ich durfte auch schon dran glauben! gast sein bei michael ist aber abgesehen davon immer sehr schön. vielleicht müsste man nur nicht in der adventszeit sich einladen lassen…

  2. phemios sagt:

    Lernresistent ist nur der Vorname. „Lebkuchen“ kann ich ja ansatzweise noch so ungefähr nachvollziehen, passt irgendwie geschmacklich zum Kaffee. Aber dass du „Aprikose“ gelesen und nicht schleunigst Reissaus genommen hast, will mir nicht in den Kopf.
    Falls du nicht bis zum Skilager warten willst: Mein Arbeitskollege trinkt das Zeugs noch gerne…

    • admin sagt:

      Alzheimer wäre wohl der Nachname. Der Lebkuchen ist ja die Sorte, die noch am ehesten knapp geht. Aprikose ist absolut bäh. Ich hab glaub wirklich nicht richtig gelesen (funktioneller Analphabet) oder einfach im Laden das Hirn grad ausgeschaltet gehabt. Wenigstens geht das Fruchtige der Aprikose prima zum Tiramisu :-)

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