Es gibt Momente, wo Musik-Endlosschleifen im Kopf von «schön» zu «langsam aber sicher unerträglich» kippen. Nach einem Konzert, wo man selber mitwirkt, kann das Nachhallen jenseits des Gehörgangs nach intensiver Probearbeit, Hauptprobe und Aufführung schnell einmal ausarten.
In weiser Voraussicht und um ordentlich Gegensteuer zu geben habe ich deshalb meine Plattensammlung vor den Musical-Aufführungen sorgfältig aufgestockt. Wie gerufen kam da der Tip aus dem DRS2-Klangfenster (eine fürs Portemonnaie brandgefährliche Sendung: nach beinahe jeder Ausgabe muss ich sofort im iMusikladen auf Einkaufstour): eine ganz unauffällige Platte von Zee Avi, einer malayischen Singer-Songwriterin. Sie spielt Gitarre und Ukulele – auf der CD wird je nach Song passend ergänzt. Das wunderbar melancholische Lied «I Am Me Once More» gibts in Zee Avis Youtube-Kanal in einer superschönen Rohfassung (Einbetten scheint leider nicht zu klappen, irgendwie werdet ihrs schon zum Laufen bringen (vielleicht hier) – es lohnt sich!):
You would turn your head the other way
So you won’t have to listen to what I have to say
You assume that I needed you
But you didn’t realize that I needed no one but myselfBut I should thank you for
Taking my blindfold off now
I ain’t jaded no more, no more
And I take pride in being the one that said goodbye
That could only mean I am me, once more
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