Ich gebs ja zu, auch ich verwende bisweilen Passwörter mit eher geringem Schwierigkeitsgrad. Gezwungenermassen zum Beispiel bei meinen Geldkarten, die sich mit vierstelligen numerischen Codes begnügen. Aber auch freiwillig: Ein Router, der nur im Heimnetzwerk erreichbar ist, muss nicht gleich aufwendig abgesichert sein wie der Domainserver für ein KMU, den ich von aussen her administrieren kann, und dessen Passwortabfrage damit automatisch theoretisch jedem Internetnutzer offen steht.
Gänzlich banal sind aber auch meine einfachsten Passwörter nie. Mit einer Wörterbuchattacke ist ihnen niemals beizukommen. Ich hätte es also nicht in die Top 50 geschafft:
Das Online-Medienunternehmen und Blog-Netzwerk Gawker hatte letzthin eine Panne zu vermelden, bei der knapp 200’000 Nutzer-Passwörter an die Öffentlichkeit gekommen waren. Die obige Liste ist eine Zusammenstellung der 50 häufigst vorkommenden Passwörter der geleakten Benutzerkonten. Erschütternd! Dabei sind Passwortgeneratoren weit verbreitet und im Paranoiafall auch schnell selbst programmiert. Und btw: Mein einfachstes Passwort (sieben Stellen) kann ich auf meiner Notebooktastatur schneller tippen als «123456», was für des Zehnfingerschreibens mächtige Personen ja eher mühsam ist.
