Einfachste Zutaten und solides Handwerk ergeben oft ganz tolle Mahlzeiten. Und wenn der Koch bei der Präparation wie beim guten alten Hackbraten mit beiden Armen bis fast zu den Ellbogen im Essen versinken darf, erhöht das den Spassfaktor massiv.
Das geht natürlich nur mit der ganz grossen Masse für 80 hungrige Mäuler. Im Kleinhaushalt sieht die Zutatenliste bescheidener aus:
750 g Gehacktes Dreierlei
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Bund Petersilie
1 dl Milch
2 Stück Weissbrot, ohne Rinde
1 Ei
1 KL Salz
½ KL Streuwürze, z.B. ein feines Fleischgewürz
1 Msp Curry
1 KL italienische Kräutermischung
½ dl Weisswein
1 dl Fleischbrühe oder Rotwein
4 dl Bratensauce oder Demi Glace, angerührt
Zwiebeln und Knoblauch hacken und zusammen mit der ebenfalls gehackten Petersilie kurz andünsten und auskühlen lassen.
Das Brot fein zerzupfen und in der Milch zu einem undefinierbaren homogenen Brei zerfallen lassen.
Dann alle Zutaten bis und mit Weisswein mit Wonne sorgfältig vermischen. Von Hand ist es am schönsten. Die Fleischmasse zu einem Braten formen (falls die Konsistenz dies nicht zulassen sollte, mit etwas Paniermehl nachtrocknen) und in eine eingefettete tiefe Form setzen.
Mit 10 kg Fleisch gibt das solche Prachtsdinger:
Das Zeug kommt nun für eine knappe Stunde in den 220 °C heissen Ofen. Die ersten zehn Minuten trocken, bis das Fleisch leichte Bräune annimmt. Dann wird mit Rotwein ein erstes Mal aufgegossen und anschliessend regelmässig mit etwas Bratensauce benetzt, damit der Hackbraten eine schöne Kruste erhält. Zusammen mit einem Kartoffelgratin ergibt das ein sensationelles Essen. Und unbedingt immer zu viel Braten produzieren: die kalten Reste schmecken noch einmal so gut.
(Und nicht dass mir wegen der Latex-Handschuhe im ersten Bild jemand denkt, ich wäre ein Hygienefanatiker. Ein Koch muss mit blossen Händen arbeiten! Zu besagter Zeit hatte ich aber der Kälte wegen rissige Hände, deren Heilung durch Fleischkontakt nicht gefördert worden wäre.)

