Vegis und zartbesaitete Gemüter schauen jetzt bitte weg oder alternativ irgendeinem Gemüse beim Wachsen zu.Wer sich hingegen wie ich gerne dem Fleischgenuss hingibt, sollte sich darüber im Klaren sein, wie aus dem – jöööööh – herzig herumgrunzenden Schweinchen ein Steak oder eine Bratwurst entsteht.
Eine Gruppe von Enthusiasten in Deutschland hat das 1:1 miterleben wollen und das Porkcamp ins Leben gerufen. In der Ausschreibung klingt das so:
Porkcamp wird eine Veranstaltung sein, bei der über ein Wochenende hinweg Schweine geschlachtet und verarbeitet werden.
Wir werden wursten und braten, Metzgerfrühstücke zu uns nehmen und zu unseligen Zeiten unfiltriertes Landbier trinken. Wir werden uns über Tierhaltung unterhalten, über alte Rezepte und neue Ideen. Und wir werden Schweine von Kopf bis Fuss verarbeiten und essen. Es wird das allerbeste Wochenende aller Zeiten.
Wenn so ein totes Schwein von Borsten befreit und ausgenommen wird, sieht das folgendermassen aus:
(Wie gesagt, Zartbesaitete und Magenlabile sollen bitte nicht hinsehen. Und wer wegen dieses Videos zum Vegi wird, hat es ohnehin nicht besser verdient!)
So würde- und sinnvoll, wie am Porkcamp mit unseren Fleischlieferanten umgegangen wird (und mit sinnvoll meine ich auch, dass hier eben das ganze Tier und nicht nur das Filet verarbeitet wird), so gehts natürlich leider längst nicht in jedem Schlachthaus zu und her. Als Konsument kann ich das aber sehr gut steuern und kann Fleisch geniessen, dessen «Herstellung» ich mit meinem Gewissen vereinbaren kann. Oder wie das in der Text- und Bildersammlung hier sehr schön gesagt wird:
Ich habe gesehen, wie ein Schwein getötet wird, damit wir sein Fleisch essen können. Das bleibt hängen. Was aber auch hängen bleibt: Dass das kein barbarischer Akt sein muss, wenn nicht industriell geschlachtet wird, wenn Tiere als Nutztiere, aber nicht als Rohmaterial behandelt werden. Dass die Perversion nicht im Fleischfressertum liegt, sondern in der Herauslösung aus dessen eigentlichem Kontext. Dass der Satz: «Bei uns ist das oberste Gebot der Respekt vor dem Tier» aus dem Munde eines Schlachters nicht zynisch sein muss, sondern die Voraussetzung dafür ist, dass ich guten Gewissens Fleisch essen kann: Als Fleischfresser, nicht als Tierquäler.