Gault Millau II

Karte

Ein sehr feierliches Mahl anlässlich eines erfreulichen Anlasses, das es verdient, ausführlich dokumentiert zu werden. Essen in gehobenen Restaurants, wie hier eben im Hôtel de Ville in Fribourg, sind für mich immer schöne Inspirationsquelle dafür, wie man ein Gericht ansprechend auf den Teller bringt. Da lerne ich mehr als aus den Menüs selbst, die sich dort oft in einem Exklusivitätsrahmen bewegen, den ich zu Hause ohnehin nicht zu erreichen trachte.

Schon das Amuse Bouche war eine optisch (und geustisch) gelungene Komposition. In dem kleinen Schälchen, das die Suppe begleitet hat, war eine Art Kabeljaumousse, die mit einer Kräuterkruste sanft überbacken war.

Amuse Bouche

Dann gings los mit Jakobsmuschel und Rotbarbenfilet, begleitet von einem Lauchkompott und mit Tintenfischtinte gefärbtem Risotto:

erster Gang

Das Steak vom Angus zum Hauptgang, saignant gebraten, war ein zarter Traum. Bei einem Fleisch von solcher Qualität hätte es gar problemlos ausgereicht, es auf jeder Seite die brennend heisse Pfanne ganz kurz berühren zu lassen. Die Merlotreduktion darunter war so passend und zurückhaltend, dass der grandiose Geschmack des Steaks davon nicht im geringsten zugedeckt wurde.

Hauptgang; arme Vegis!

Aus Rücksicht auf die Leute mit gesundem Appetit gab es Käse UND ein süsses Dessert danach. Ist immer praktisch, wenn die Gastgeber die Eingeladenen gut kennen.

Dessert

Danach mit Espresso und einem Schluck Gravensteiner obendrauf dem Magen den letzten Schliff geben und gemütlich mit dem Zug in die Heimat gondeln, perfekt!

sattgegessen

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