Für wirklich gute Schokolade kommt man nicht an den Produkten der Firma Felchlin vorbei. Das behaupte nicht nur ich: Geht zum Konditor eures Vertrauens und fragt, woher er seine Schokolade bezieht. Um meine Interessenbindungen offenzulegen: Bei mir gibts keine gesponserten Artikel. Den mitlesenden Felchlin-Managern sei allerdings gesagt, dass mein Limbisches System leicht beeinflussbar ist.
Der Kuchen im Hintergrund verdankt seine Schokoladigkeit der Couverture im Vordergrund: Maracaibo clasificado 65%, eine Schokolade aus venezolanischem Criollo-Edelkakao. Böse Zungen mögen behaupten, dass der Kuchen auch mit dunkler M-Budget-Schokolade gut schmeckt. Eine Anfeindung, die der Gourmet mit wissendem Lächeln wegsteckt.
Die Köstlichkeit bäckt sich ganz einfach:
200 g dunkle Couverture, vorzugsweise von Felchlin
125 g Butter
150 g Zucker
4 Eier
1 Prise Salz
Zimt nach Belieben
200 g gemahlene Mandeln
4 EL Maizena
Die Couverture im Wasserbad gemütlich schmelzen lassen (andere empfehlen die mit-heissem-Wasser-übergiessen-und-hoffen-dass-die-schoggi-nicht-wässrig-wird-Methode; seit ich im Besitz einer wunderbaren halbrunden Chromstahlschüssel bin, mach ichs gerne wie die Profis).
Butter, Zucker, Eier, Salz mit dem Mixer gut schaumig rühren. Im Advent gibt ein grosszügiger Schuss Zimt eine sehr passende Zusatznote. Geschmolzene Schokolade beigeben und verrühren, zum Schluss Mandeln und Maizena daruntermischen.
Die ganze Pracht wird ca 50 Minuten bei 180 °C gebacken. Die übliche Stichprobe ist hier nicht so dienlich: Der Kuchen ist besser, wenn er innen noch ein bisschen klebrig ist.
Um auf den Titel zurückzukommen: Wenn man die Kalorienangaben ignoriert (und selbst wenn nicht): Etwas derart Gutes kann gar nicht ungesund sein!
