Wieder einmal Basics: Teigwarengratin. Allerdings wie üblich ein bisschen frisiert.
Für zwei Personen werden 200 g Teigwaren al dente gekocht. Eine kompakte Sorte, die eine Sauce gut aufnehmen kann, eignet sich besonders gut. Ich erinnere mich gerne an einen ehemaligen WG-Kumpel, der für alle Arten von Hartweizen-Erzeugnissen ausschliesslich den Begriff «Nudel» verwendete. Wir sind hier – ganz der kulinarischen Aufklärung verpflichtet – natürlich sehr genau: Dieses Mal kamen die kleinen Spiralfedern, die Fusilli bucati corti von Voiello (trafilata al bronzo, also durchs Bronzemodel gedrückt und deshalb mit rauher, die Sauce magisch anziehender Oberfläche) zum Einsatz. Kurz vor Ende des al-dente-Kochvorgangs kommen zwei fein geschnittene Peperoni mit ins Kochwasser, auf dass sie nicht ganz roh im Gratin landen.
Die abgetropften Teigwaren und Peperoni landen dann in einer feuerfesten Form. FreundInnen des Fleischgenusses häuten eine rohe Schweinsbratwurst, zerzupfen sie zu kleinen Bällchen und drücken diese in die Teigwarenmasse hinein.
Aus ordentlich Olivenöl, einem Löffel Mehl und 4 dl Milch wird eine weisse Sauce produziert. Für eine schöne Farbe kommen 2 EL Tomatenpüree dazu. Ich würze sie gerne mit Hühnerbouillon und einem Schluck Marsala. Und mit einer gehackten Zwiebel, ein Geheimtip!
Um die Sauce «Mornay» taufen zu können (und um das Aroma noch ein wenig aufzubessern), kann man eine Hand voll Reibkäse darin schmelzen.
Dann kommt die weisse Pracht – welchen Namens auch immer – über die Teigwaren und die Form ca. 20 Minuten in den heissen Ofen. Am besten wird der Spass, wenn der Gratin eine schöne Farbe bekommt, die Sauce aber noch nicht vollständig aufgesogen und verschwunden ist.
(ja, 100 Punkte für alle, die das Titelzitat richtig zuordnen)
