Wenn ich schon bei den kältebedingten Gelüsten nach Warmem und Kalorienreichem bin: Gestern brauchte ich eine heisse und scharfe Kürbissuppe zum Aufwärmen nach einer grossen Biketour (Suppenrezepte darf man schon fast nicht posten, so bubieinfach sind sie: Zwiebel und Knoblauch grob schneiden und mit ordentlich grüner Currypaste anrösten, Kürbiswürfel mitdünsten und mit Marsala oder Wein ablöschen, Bouillon dazu, weichkochen, altersheimgerecht pürieren, voilà. Anrichten mit Sauerrahm und Kürbiskernöl.), heute war es ein kleiner Kohlkopf, der mich nach ein paar Stunden Arbeit in der Kälte wieder auf Betriebstemperatur bringen sollte.
Auch hier nichts Grossartiges: Zwiebel fein schneiden, anbraten, Kohl in Streifen mitdünsten, etwas Kümmel, Salz und Rotwein dazu und zugedeckt weichgaren.
Ein längeres Telefonat während des Kochens lenkte dann meine Aufmerksamkeit vom schmorenden Kabis ab – beim nächsten Lüften des Deckels war die Flüssigkeit verdampft und das Gemüse klebte am Pfannenboden. Welch ein Glücksfall! Den Bodensatz konnte ich mit einem zusätzlichen Schluck Roten problemlos auflösen; was ich erhielt, waren wunderbare Röstaromen, die das Essen perfekt machten.
In der Pfanne sah es allerdings leider aus wie auf dem Komposthaufen (das Auge isst nicht immer mit, nein), deshalb zu eurer aller Beruhigung keine Fotos.