Lust auf eine Pizza. Und gleichzeitig eine feine Portion Jamón Ibérico de Bellota Reserva vom Grossverteiler für mich und dich im Vorrat (ich war grad rechtzeitig hinter dem Angestellten mit den grossen orangen 50%-Aufklebern an der Fleischvitrine…), der auch noch gegessen werden sollte. Das stellt den Koch glücklicherweise vor keine Probleme. Wenn auch eine Pizza del Padrone mit Peperoni, Zwiebel und Pata-Negra-Schinken reichlich dekadent anmutet. Gemacht ist sie im Nu, schmecken tut sie sensationell!
Aus viel Knoblauch (ich habe morgen keinen Kundenkontakt), einer Handvoll Tomaten und einem Schluck Rotwein, s.u., wird zunächst blitzschnell ein pikanter Sugo gezaubert. Ein hier auch schon erwähnter Kuchenteig vom Biobauern bildet die Unterlage. Drauf kommen nach der Sauce Zwiebel, Peperoni, der erwähnte Schinken und – eine höchst schmackhafte Variante – ein paar Krümel einer grobkörnigen Paste aus grünen Oliven. Der Bio-Mozzarella vom besagten Grossverteiler ist leider keine Erwähnung wert, der schmeckt wie Kaugummi ohne Geschmack.
Weiterführende Koch- und Backanweisung gibts an dieser Stelle nicht; Pizza traue ich nun wirklich absolut jedem rezeptfrei zu.
Der Wein, der den Sugo aromatisiert hatte, durfte selbstverständlich auch im Glas landen. Zur Mahlzeit perfekt passend.
Dringende Empfehlung also an alle Pizzaköche da draussen: Versucht es zur Abwechslung einmal mit einem qualitativ hochstehenden Rohschinken. Es lohnt sich!

