Ronjas Herz

Das Schöne am Wochenmarkt ist ja insbesondere der persönliche Kontakt mit den Produzenten. Und wenn ich wie gestern mit den Worten «heute habe ich eine ganz besondere Spezialität für Sie» begrüsst werde, verspricht der Einkauf spannend zu werden. Diesmal wars sogar ein sprichwörtlich persönlicher Kontakt, nämlich der mit der Produzentin Ronja. (Die Blumenkohlfraktion darf einmal mehr schnell weitergehen, hier gibts nichts zu sehen!)

Ein nach uraltem Rezept getrocknetes Rinderherz (auf dem Foto etwa die Hälfte einer Herzkammer). Heute wird dieser Teil des Rindes leider fast ausschliesslich als Hundefutter verwendet. In alten Zeiten soll das Herz wegen des hohen Energieinhalts bei minimalem Gewicht als Verpflegung für unterwegs sehr beliebt gewesen sein.

Was soll ich sagen: Ein ganz feines und zartes Stück Trockenfleisch. Nicht so zäh, wie getrocknetes Rind manchmal ist. Dafür mit einem sehr intensiven fleischigen Aroma. Dazu noch ein Stück vollreifen Vacherins aus dem Freiburgerland und ein kräftiger Rotwein aus dem Süden, und das Znacht ist perfekt.

Ein Kommentar

  1. susanne sagt:

    da geselle ich mich ausnahmsweise einmal zur Blumenkohlfraktion. Man muss schliesslich nicht immer alles degustieren wollen.

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