im Strudel

Endlich Wochenende, endlich wieder Zeit, in die Küche zu stehen. Der Kühlschrankinhalt verlangte nach Improvisationstalent, also entstand ein Hackfleisch-Rosenkohl-Strudel. Mal gucken, ob ich die Zutaten noch aus dem Kopf wiedergeben kann – diesmal gilt auf jeden Fall der Disclaimer, beim Nachkochen wo vorhanden den gesunden Menschenverstand walten zu lassen.

300 g Hackfleisch
1 Zwiebel
300 g Rosenkohl
2 Peperoni
2 Eier
80 g grob geriebener rezenter Käse (bei mir wars ein Fribourger Vacherin)
eine Portion Kuchenteig

Hackfleisch scharf anbraten, gehackte Zwiebel und halbierte Rosenkohle (Rosenköhler? Rosenkohl? Deutschlehrer bitte eingreifen!) darunterrühren, ein paar Minuten mitdämpfen. Mit einem Schluck Rotwein für noch mehr Dampf sorgen, grob geschnittene Peperoni obendrauflegen und zugedeckt köcheln lassen, bis der Rosenkohl knapp weich ist. Abschmecken und leicht auskühlen lassen.

Ein Eigelb fürs Bemalen auf die Seite legen, die restlichen anderthalb Eier verrühren und mit der Füllung vermischen.

Auf die Hälfte des ausgewallten Teigs kommt die Fleisch-Gemüse-Masse (bei mir wars zu viel, ich musste einen Teil davon beiseitestellen. Eben: Gesunder Menschenverstand.) und wird mit dem geriebenen Käse bestreut. Dann wird zugeklappt, gut versiegelt, mit Ei bemalt und im Ofen gebräunt, bis der Strudel zum Essen einlädt. Ich habe etwa eine halbe Stunde auf die Köstlichkeit gewartet.

Was will man nur sagen? Ein tolles Sonntagsmenu. Einfach und sehr schmackhaft. Ein kräftiger zehnjähriger spanischer Roter dazu, und schon ist man wieder wunschlos glücklich.

5 Kommentare

  1. apuk sagt:

    Eindeutig: Rosenköhler – eines der schönsten Wörter, das der Winter zu bieten hat! Wenn ich sie richtig kochen könnte, würde ich die kleinen Köpfchen sogar mögen. Ich bitte also um eine Vegi-Variante.

  2. denise sagt:

    grad im netz folgendes entdeckt:
    http://kochenmitshibby.ch/
    dürfte dich als kochbegeisterter interessieren.
    mir gefällt indessen die machart der videos: tempo (highspeed) und musik (mit quellenangabe!)
    aber auch: die einfache und ehrliche kücheneinrichtung. keine gestylten vintage-küchenaccessoires oder wiesenblumen in milchkrügen.
    und: shibby kocht einfach und unkompliziert. dafür aber experimentiert sie mit ungewöhnlichen zutaten.

    • admin sagt:

      Kenn ich, die Shibby. Gute Rezepte, guter Speed. Ist bei mir aber aus der Blogroll herausgeflogen, wegen für mich schon fast ans Penetrante grenzende Positionierung der weiblichen Reize. Z.B. hier. Also bitte! Welcher Zuschauer interessiert sich hier noch für die Schnitttechnik bei den Feigen?
      Man möge mich bitte nicht falsch verstehen, das zur Schau Gestellte (bzw. Gehängte, verzeiht den Kalauer) gefällt mir durchaus, ist bei einer Kochanleitung aber fehl am Platz. Ein gutes Rezept allein genügt dem ambitionierten Hobbykoch völlig :-)

  3. shibby sagt:

    tut mir leid. ;-) die aktuellen videos sind alle ohne gehänge… ;-)

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