Lektüre

Ob man an Gott glaubt oder nicht, spielt in allen großen moralischen Fragen — außer für Fundamentalisten — keine besondere Rolle. Es ändert nichts an der Pflicht, den Anderen, sein Leben, seine Freiheit und Würde zu respektieren, noch daran, dass Liebe über dem Hass steht, Großzügigkeit über dem Egoismus, Gerechtigkeit über der Ungerechtigkeit. Die Religionen haben uns geholfen, das zu begreifen, und damit einen bedeutenden Beitrag zur Geschichte geleistet. Das heißt aber nicht, dass sie ein Monopol darauf haben oder dass es ausreicht, ihnen anzugehören.

Aus André Comte-Sponvilles «Woran glaubt ein Atheist? — Spiritualität ohne Gott», 2008 erschienen bei Diogenes. Eine bereichernde Ferienlektüre. Und hier speziell erfreulich zu sehen, dass sich Jugendliche mit diesem Thema beschäftigen.

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