heile Welt

Währenddem sich die Schweiz einmal mehr in aller Welt blamierte (infamy hat dazu wohl den prägnantesten aller Kommentare verfasst), haben wir uns mit brillanter Küche abgelenkt und darob sogar vergessen, dem Radio zu lauschen.

Der beste aller von mir bislang gekochten und/oder gegessenen Kartoffelgratins ist so simpel, dass es eine Freude ist:

700 g Kartoffeln
4 dl Milch
2.5 dl Rahm
3 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer, Muskat

Milch und Rahm aufkochen, Knoblauch hineinpressen, kräftig salzen und würzen. Die feinstgehobelten Kartoffelscheiben einige Minuten unter fleissigem Rühren darin köcheln lassen. Die dabei abgegebene Stärke lässt die Flüssigkeit bereits wunderbar sämig werden.

Alles in eine weite Gratinform geben. Heute hatte ich einen modernen Ofen zur Verfügung, wo ich mit Heissluft und Unterhitze 50 Minuten lang bei 160 °C gratinieren liess. Überwachen lohnt sich: Die Flüssigkeit soll gut stocken aber keinesfalls komplett einkochen. 5 Minuten vor Schluss habe ich grosszügig geriebenen Gruyère auf die Kartoffeln gestreut und mit Turbo auf Stufe Grill 220 °C dem Käse eingeheizt. Grandios, ein Gedicht von einem Gratin!

BTW: Die angegebene Menge reicht gut für zwei normale und einen gefrässigen Menschen, wenns daneben Salat, Gemüse und rosa gebratene Lammnierstücke (zuvor eine Stunde mit Rosmarin, Knoblauch und dem besten Olivenöl gepflegt und dann kurz und heftig angebraten) gibt.

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