{"id":558,"date":"2010-01-09T00:59:34","date_gmt":"2010-01-08T23:59:34","guid":{"rendered":"http:\/\/michaelbuechler.ch\/wordpress\/?p=558"},"modified":"2010-01-11T11:43:39","modified_gmt":"2010-01-11T10:43:39","slug":"coq-a-letoufee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/michaelbuechler.ch\/blog\/2010\/01\/09\/coq-a-letoufee\/","title":{"rendered":"coq \u00e0 l&#8217;\u00e9touf\u00e9e"},"content":{"rendered":"<p>Die k\u00fchnsten Experimente in der K\u00fcche mache ich aus Prinzip nur, wenn Besuch angek\u00fcndigt ist. Macht das Kochen irgendwie spannender. Da es heute ein Arbeitsessen werden sollte (also zuerst Arbeit, dann Essen), musste ich etwas zum Vorbereiten haben. H\u00f6chste Zeit, den erstickten Hahn einmal auszuprobieren. Das Gericht ist \u2013 wie k\u00f6nnte es bei mir in dieser Jahreszeit anders sein \u2013 ein Schmortopf, dem w\u00e4hrend des Kochvorgangs jede M\u00f6glichkeit zum Luftaustausch und zur Dampfabgabe verwehrt wird. Wie man das macht? Ganz einfach: Der gusseiserne Br\u00e4ter wird perfekt abgedichtet, und zwar nicht mit Bauschaum, sondern mit einem stinknormalen Hefeteig:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">500 g Mehl<br \/>\n\u00bd Hefew\u00fcrfel<br \/>\n1 KL Salz<br \/>\n30 g Butter<br \/>\n3 dl Milchwasser<\/p>\n<p>Ok, nicht ganz stinknormal. Aber so wird das Brot ein bisschen besser. Den Teig knetet man nun nach allen Regeln der Kunst, stellt ihn zur Ruhe und beginnt den Brattopf zu f\u00fcllen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/michaelbuechler.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/IMG_1208-900.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-559\" title=\"aromatischer Bodensatz\" src=\"https:\/\/michaelbuechler.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/IMG_1208-900-400x250.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"250\" \/><\/a><\/p>\n<p>In den grossz\u00fcgig gebutterten Topf habe ich ein paar rote Zwiebeln, Knoblauchzehen und einige Thymianzweige gegeben. Dann massiert man ein Poulet oder ein paar Pouletschenkel (oder ggf. auch Kaninchen oder Fasan) mit Gew\u00fcrzen, in meinem Fall war das Kr\u00e4utersalz, Pfeffer, Paprika, Curry und eine Fleisch-W\u00fcrzmischung. Kleiner Tip: vermengt man die Gew\u00fcrze mit ein paar Tropfen Oliven\u00f6l zu einer Paste, l\u00e4sst sich die viel besser aufs Huhn auftragen und bleibt dort auch haften. Das Fleisch legt man in den Brattopf, aufs Gem\u00fcsebeet. Ich habe versuchsweise ein paar ganze Kartoffeln mit der Schale dazugelegt. Wenn sie relativ klein sind, werden sie ganz fein und erg\u00e4nzen das Gericht prima.<\/p>\n<p>Als Dampferzeuger passt ein guter Weisswein. Hier war es eine halbe Flasche Petite Arvine aus dem Wallis. Bei einem gr\u00f6sseren Brattopf d\u00fcrfte es wohl gegen einen halben Liter ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>Jetzt sind Sanit\u00e4rinstallateure gefragt: Aus etwa der H\u00e4lfte des Teigs eine lange Rolle formen, auf den Pfannenrand legen und den Deckel sch\u00f6n mittig daraufpressen. Danach kann man den Teig noch ein bisschen hochziehen, um eine perfekte Dichtigkeit zu erzielen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/michaelbuechler.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/IMG_1212-900.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-560\" title=\"sauber abgedichtet\" src=\"https:\/\/michaelbuechler.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/IMG_1212-900-400x250.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"250\" \/><\/a><\/p>\n<p>Jetzt geht die Geschichte f\u00fcr eine Stunde bei 200 \u00b0C in den Ofen. Beim \u00d6ffnen ist Vorsicht geboten. Erstens braucht es einen beherzten Ruck, um den Teigrand aufzubrechen, und zweitens entweicht dann sehr heisser Dampf.<\/p>\n<p>Die Kartoffeln sind eigentlich nicht n\u00f6tig: Das wunderbar nach Huhn duftende Brot ist ideal, um die recht d\u00fcnne aber unheimlich intensiv-aromatische Sauce aufzusaugen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/michaelbuechler.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/IMG_1215-900.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-563\" title=\"Huhn, wieder atmend\" src=\"https:\/\/michaelbuechler.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/IMG_1215-900-400x250.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"250\" \/><\/a><\/p>\n<p>Den heissen Backofen nutzt man nat\u00fcrlich gleich, um aus dem \u00fcbriggebliebenen Teig ein Brot f\u00fcrs n\u00e4chste Fr\u00fchst\u00fcck zu backen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die k\u00fchnsten Experimente in der K\u00fcche mache ich aus Prinzip nur, wenn Besuch angek\u00fcndigt ist. 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