{"id":226,"date":"2009-12-09T10:50:31","date_gmt":"2009-12-09T09:50:31","guid":{"rendered":"http:\/\/michaelbuechler.ch\/wordpress\/?p=226"},"modified":"2010-01-11T11:54:55","modified_gmt":"2010-01-11T10:54:55","slug":"alles-andere-ist-beilage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/michaelbuechler.ch\/blog\/2009\/12\/09\/alles-andere-ist-beilage\/","title":{"rendered":"alles Andere ist Beilage"},"content":{"rendered":"<p>Der gestrige Feiertag bot eine ganz praktische Gelegenheit, wieder einmal mit einem ausreichenden Zeitbudget ein grosses St\u00fcck Fleisch zu einem kulinarischen H\u00f6henflug zu verarbeiten. F\u00fcr die sicherlich evolution\u00e4r bedingte unb\u00e4ndige Lust auf kalorienreiches Geschmortes mit Wurzelgem\u00fcse liebe ich den Winter! Gestern sollte es ein halbes Kalbsbein sein. Wenn mich nicht alles t\u00e4uscht, ist das Ursprungsrezept, das ich noch so knapp im Kopf habe, eines von der unvergesslichen Frau <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Marianne_Kaltenbach\" target=\"_blank\">Kaltenbach<\/a>, Haxen nach Italienerart.<\/p>\n<p><a title=\"Kalbshaxe im Urzustand\" href=\"http:\/\/michaelbuechler.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/IMG_1096.JPG\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-229\" title=\"Kalbshaxe im Urzustand\" src=\"https:\/\/michaelbuechler.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/IMG_1096-400x250.jpg\" alt=\"Kalbshaxe im Urzustand\" width=\"400\" height=\"250\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Haxe rundherum mit einem scharfen Messer einschneiden, damit sie sich beim Braten nicht in sich selbst zusammenst\u00fclpt. Mit Salz und Gew\u00fcrzen nach Wahl einreiben und im gusseisernen Topf scharf anbraten.<\/p>\n<p><a title=\"Haxe im Element\" href=\"http:\/\/michaelbuechler.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/IMG_10971.JPG\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-231\" title=\"Haxe im Element\" src=\"https:\/\/michaelbuechler.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/IMG_10971-400x250.jpg\" alt=\"Haxe im Element\" width=\"400\" height=\"250\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dann die Fleischpracht aus dem Topf nehmen und dort ein bisschen Bratspeck, geraffelte R\u00fcebli und Knollensellerie und ordentlich gepressten Knoblauch and\u00e4mpfen. Mit einem Schluck guten Rotweins (bei mir wars ein sehr netter aus Montepulciano) abl\u00f6schen und diesen einkochen lassen, bis das Gem\u00fcse demn\u00e4chst anzubrennen droht. Dann mit einem weiteren Schluck Wein die Bescherung aufl\u00f6sen \u2013 und diesen Vorgang nach Belieben ein paar Mal wiederholen, bis es im Topf wie in einem Sumpf aussieht.<\/p>\n<p><a title=\"Sumpf (fast)\" href=\"http:\/\/michaelbuechler.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/IMG_1098.JPG\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-234\" title=\"Sumpf (fast)\" src=\"https:\/\/michaelbuechler.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/IMG_1098-400x250.jpg\" alt=\"Sumpf (fast)\" width=\"400\" height=\"250\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bei mir hat gestern die Geduld nicht ganz gereicht. Es darf aber wirklich massiv schwarzbraun aussehen, das intensive Aroma wird unvergleichlich.<\/p>\n<p>Jetzt schmeisst man ein paar zerkleinerte Tomaten (im Winter halt jene aus der B\u00fcchse) ins Gem\u00fcse, legt die Haxe darauf und schliesst f\u00fcr mindestens 1.5 Stunden den Deckel. Zwischendurch pr\u00fcft man ab und zu, ob gen\u00fcgend Fl\u00fcssigkeit da ist. Vor dem Servieren kommt frische gehackte Petersilie dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Eben: Alles Andere ist Beilage. Hier waren das ein paar Tagliolini und nat\u00fcrlich ein Glas vom gleichen Wein, der schon f\u00fcr den Sumpf verantwortlich war.<\/p>\n<p><a title=\"hau rein!\" href=\"http:\/\/michaelbuechler.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/IMG_1101.JPG\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-242\" title=\"hau rein!\" src=\"https:\/\/michaelbuechler.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/IMG_1101-400x250.jpg\" alt=\"hau rein!\" width=\"400\" height=\"250\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Menge, die ich f\u00fcr mich alleine verwendet habe, kann man nat\u00fcrlich nicht unbedingt 1:1 hochskalieren. Auch f\u00fcr 4 Personen h\u00e4tte ich eine B\u00fcchse Tomaten und die \u00e4hnlichen Gem\u00fcsemengen verwendet. Jetzt habe ich daf\u00fcr fantastische Saucenreste im K\u00fchlschrank. Trotzdem hier gerne die technischen Eckwerte:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">1 Kalbshaxe<br \/>\nStreuw\u00fcrze, Paprika, Pfeffer<br \/>\n2 grosse Knoblauchzehen<br \/>\n3 R\u00fcebli<br \/>\n1 kleine Sellerieknolle<br \/>\n1 B\u00fcchse (400 g) Tomaten<br \/>\n1 dl Rotwein (siehe Text)<br \/>\n1 Bund Petersilie<\/p>\n<p>Und danach hat man Energie f\u00fcr die n\u00e4chste Biketour, von welchen wetterbedingt dummerweise grad keine ansteht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der gestrige Feiertag bot eine ganz praktische Gelegenheit, wieder einmal mit einem ausreichenden Zeitbudget ein grosses St\u00fcck Fleisch zu einem kulinarischen H\u00f6henflug zu verarbeiten. F\u00fcr die sicherlich evolution\u00e4r bedingte unb\u00e4ndige Lust auf kalorienreiches Geschmortes mit Wurzelgem\u00fcse liebe ich den Winter! Gestern sollte es ein halbes Kalbsbein sein. 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