die unvermeidlichen Listen

Zum Jahresende sind alle Zeitungen voll davon, die Blogs sowieso. Und drum schliesse ich mich dem – ganz in der Tradition Rob Gordons in Hornbys unsterblichem «High Fidelity» – ausnahmsweise gerne an. Keine «desert island, all-time, top-five most memorable breakups», sondern meine persönliche Album-Top-10 für 2009. Einfach weils Spass macht, die Musiksammlung nach den prägendsten Werken zu durchforsten.

Meistgehört, meistgeliebt oder ausgezeichnet als «beste Entdeckung des Jahres». Voilà, in alphabetischer Reihenfolge:

  • Anna Ternheim – Leaving On A Mayday
  • Bob Dylan – Tell Tale Signs
  • Element of Crime – Immer da wo du bist bin ich nie
  • Johann Sebastian Bach – Bach Cantatas Vol. 24 (Gardiner, English Baroque Soloists, Soli Deo Gloria)
  • Karpatt – Dans D’beaux Draps
  • Kummerbuben – Schattehang
  • Massive Attack – blue lines
  • Minor Majority – If I Told You, You Were Beautiful
  • Patent Ochsner – The Rimini Flashdown Pt I
  • Tom Waits – Blood Money

Eine Kategorisierung nach Anlässen wäre auch sehr interessant. Vielleicht gibts einmal noch eine Top-10-Busfahrt-Liste (unterteilt nach «Morgen vor der Arbeit» und «Abend abgekämpft»), die Top-10, bei denen das Kochen am meisten Spass macht. Oder die zehn schönsten Lieder für ein gutes Essen in angenehmer Gesellschaft. (Böse Zungen behaupten ja, es sei fast immer Element of Crime!)

Spannender und zum Teil sehr überraschend ist die Statistik, die mein iTunes für mich führt. Auf Knopfdruck sehe ich da meine meistgehörten Musikstücke. Diese Liste ist nicht ganz deckungsgleich mit den obigen Top-10:

  1. Johann Sebastian Bach – Magnificat BWV 243
  2. Peter Fox – Haus am See (Stadtaffe)
  3. Patent Ochsner – Blue September (The Rimini Flashdown Pt I)
  4. Karpatt – Le Bar du Silence (Dans D’beaux Draps)
  5. Gotan Project – Amor Porteño (Lunatico)
  6. Bob Dylan – Mississippi (Tell Tale Signs)
  7. Johann Sebastian Bach – Sinfonia aus der Kantate «Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen» BWV 12
  8. MiNa – living in between (playground princess)
  9. Ed Csupkay – Einfach (Das Tier in mir)
  10. Joshua Radin – Closer (We Were Here)

Ich habe die Liste natürlich etwas frisiert: Es hat nur das jeweils meistgehörte Stück pro Album Einzug in die Top-10 gehalten. Sonst wäre es langweilig geworden. Und Kenner merken sofort, dass die Nummer 1 aus zwölf verschiedenen Sätzen besteht. Diese belegten aber auch wirklich die Plätze 1 bis 12 – weil ich das Magnificat dieses Jahr mit dem Chor aufgeführt und deshalb oft geübt habe, aber auch weil es wirklich ein bemerkenswertes Werk ist.

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