auf Wintersuche

Wenn schon kein Skigebiet weit und breit geöffnet hat, muss man sich den Schnee halt selber suchen. Über dem Nebel herrschten heute ideale Bedingungen dafür. Und wir sind reichlich fündig geworden. Das nächste Mal bitte mit viel frischem Pulverschnee – dann wäre das Glück vollkommen.

Ach ja, 100 Punkte wer herausfindet, auf welchem Hügel wir denn genau waren.

Meldung des Tages

…aber man könnte es doch wenigstens einmal versuchen?
BTW: Update zu dem hier: Geweckt hat das Gerät ganz ok. Die Firmware ist bis auf kleine Bugs in Ordnung. Wifi-Sync mit iTunes funktioniert leider nicht, da müssen die Entwickler nochmals ran. Und wenn sie es zugleich nebenbei noch hinkriegen sollten, dass diese Schrottsoftware endlich zuverlässiger und performanter wird, haben sie einen Orden verdient.

Plattenpanik

Die Fluten in Thailand scheinen einige Hersteller von Festplatten und deren Zulieferer massiv getroffen zu haben. Laut Quellen soll die Produktion jener Firma, die gut 70% aller weltweit verbauten Laufwerksmotoren liefert, empfindlich gestört sein. Unsereiner versucht ja vorzusorgen, schliesslich verbaue ich sehr regelmässig Harddisks: Gestern sofort ein paar Platten geordert. Zum guten Preis von CHF 119 für eine Kapazität von 2 TB. Also schon deutlich zu spät, vor zwei Wochen war der Datenträger für CHF 79 zu haben.
Und was sehe ich heute im Shop meines Lieblingskistenschiebers:

Eine Preissteigerung von sagenhaften 25% innert gerade einmal vierundzwanzig Stunden! Über zwei Wochen sind es gar 100%.
Wie sagt es doch der Dichter so schön: «Wer jetzt keine Festplatte hat, kauft sich bald keine mehr, wird in den Läden hin und her unruhig wandern wenn die Preise steigen. Wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben.»

UPDATE 8. November 2011: Gleiche Platte, gleicher Kistenschieber, neuer Preis: CHF 245. Wahnsinnig!

L’heure bleue

Wieder einmal Improtheater in der Küche: Vorrätig sind feine Sauergrauech-Äpfel (klingt in Mundart definitiv besser: «Suuuurgrauech») und ein friedlich stinkender Saint Agur. Die perfekte Kombination für einen spannenden Apfelkuchen.

Auf einen Kuchenteig kommen ein paar Haselnussstreusel (diesmal selbst gecuttert, da irriterenderweise keine gemahlenen mehr vorrätig), die Apfelschnitze und der zerkleinerte Blauschimmelkäse.

Ab in den Ofen, nach halber Backzeit einen kurzen Eierguss darüber schütten und glücklich warten. Ein Cider würde sicher ganz gut dazu passen, mein Kühlschrank gab allerdings leider keinen her.

Lotterie

Man kann inzwischen ja wirklich Wetten eingehen. Um beliebig viel Geld: Wenn der Apfelkonzern eine neue Version seiner Musikabspiel- und Mediaplayersynchronisier-Software iTunes herausbringt, wird irgendetwas nicht mehr funktionieren. Diesmal sind es die Zusatztasten (Play/Pause, vor, zurück) auf meiner Tastatur, die den Player steuern könnten und dies auch klaglos immer gekonnt haben. Bis gestern.

Und, ach ja, beim Synchronisieren des Smartphones wieder ein altvertrautes Bild:

Ich weiss nicht aller meiner Kontakte Geburtstage auswendig (sorry, André), deshalb sind sie ja in meiner Agenda eingetragen. Wenn iTunes mich jetzt also vor solche Auswahlen stellt, muss ich improvisieren.

Damit wir uns richtig verstehen: Ich bewundere die Firma für die Qualität ihrer Hardware und deren schlichtes, funktionales Design, für das Streben nach der perfekt einfachen Bedienbarkeit, dem Zusammenspiel von aufeinander abgestimmter Hard- und Software. Umso mehr ist mir ein Rätsel, wieso ein solches Stück Schrott wie iTunes regelmässig durch die interne Qualitätskontrolle rutscht und hier andauernd solche Fehler passieren.

Lesen Sie morgen ein weiteres Kapitel aus der Reihe «Nach dem iOS-Update hat mich mein iPhone eine Stunde zu früh geweckt. Oder zwei zu spät. Oder gar nicht»

Schau mir in die Augen

Wenn ich gewusst hätte, dass mich mein Lieblingsoptiker (ein bisschen Werbung darf sein, die Jungs dort sind wirklich sensationell) bei der Kontrolle ausführlich fotografiert, hätte ich mir im Vorfeld ganz bestimmt die Wimpern gekämmt, versprochen!

Zitat des Tages

The world has lost a visionary. And there may be no greater tribute to Steve’s success than the fact that much of the world learned of his passing on a device he invented.

Danke, Herr Präsident. Und Rest In Peace, Mr. Jobs!

Video des Tages

Wieder einmal ein faszinierendes Stop-Motion-Typo-Video. 100 Punkte dürfen sich alle gutschreiben, die die verwendete Schrift erkennen.

Link des Tages

Für alle da draussen, die gelegentlich Platzhaltertext verwenden. Gelangweilt vom ewigen uralten «Lorem ipsum»? Jetzt gibts Samuel L Ipsum.
(Ja, sligthly NSFW! Und ja, auf der Seite kann sogar der gute alte Klassiker generiert werden.)

Mathematik für Anfänger

Ich wollte eigentlich schon lange etwas über BEEF schreiben, die Kochzeitschrift «für Männer mit Geschmack». Eine faszinierende Zeitschrift, sehr sorgfältig aufgemacht, wunderbare Typografie, tolle Bildserien. Ein sehr hochwertiges Printprodukt. Das mitunter auch auf humorvolle Art selbstironisch mit seinem Slogan umgeht.

Die Hymne über BEEF folgt später einmal. Zunächst das riesige Ärgernis: Der Preis. In Deutschland EUR 9.80. Im Abo (vier Ausgaben jährlich) mit etwas Rabatt für EUR 36.
Für die Schweiz nimmt der Verlag einen grosszügigen Euro-Kurs von 2.04 und verlangt für eine Ausgabe am Kiosk CHF 20. Im Abo gibts vier Ausgaben ohne Rabatt für CHF 80. Hallo? Hakts irgendwo? An den Transportkosten wirds ja wohl nicht liegen – das billigste Gemüse beim Grossverteiler ist schliesslich auch jenes mit dem längsten Weg.

Ich lass mir die Zeitschrift inzwischen meistens von einem lieben Bekannten direkt importieren. Bei dieser Abzocke muss ich nicht mitmachen.

Die unfaire Art von Mathematik scheint beim Verlag Gruner + Jahr übrigens System zu haben: Das allseits bekannte GEO geht in Deutschland für EUR 6.30, in der Schweiz für CHF 13 über die Theke. Ob man da wohl einmal zum Boykott aufrufen sollte? Mag jemand eine Facebook-Gruppe einrichten? Oder vor dem Hauptsitz demonstrieren gehen?