frech

Es ist nicht weiter schwierig, den multimedial inszenierten Spendenmarathon von vorvergangener Woche zu kritisieren. Allzu einfach machen es einem die Produzentinnen und ausführenden Moderatoren.
Wenn nun aber eine Musikgruppe in den Affenkäfig eingeladen wird und einen Song zum Besten geben soll, wenn diese Gruppe sich innerhalb des Glaskastens stinkfrech und ganz subtil mit ihrem Lied über das ganze Charity-Gedöns lustig macht, dann braucht man dafür doch schon ganz andere Eier. Hier ist Heinz de Specht:

Hut ab, meine Herren, genial!

Link des Tages

Aus aktuellem Anlass – möge der Herr in was auch immer ruhen – das lustigste Tumblelog zum Thema: kim jong-il looking at things. Die Staatspropagandastelle muss den grossen Führer anscheinend sehr gerne beim Betrachten von Dingern abgelichtet haben!


© kimjongillookingatthings.tumblr.com

jeder Grappa zählt

…da machen wir selbstverständlich mit, solche Aktionen kann man unterstützen. Und da man sich diesen Frühwinter offenbar für Mütter einsetzen soll, erhebe ich gerne mein Glas. Lebe hoch!

Montagsarbeit

Keine Photoshop-Arbeit, ehrlich! Ein brandneues Notebook, geliefert zusammen mit zwei baugleichen Schwestern. Fast baugleich: Die Macke auf der Tastatur hat glücklicherweise nur das eine Gerät. Bin mal gespannt, was der Drei-Jahre-Vor-Ort-Service dazu sagen wird.

Unwort des Tages

JRZ. Die Propagandamaschinerie hat voll begonnen. JRZ. JRZ. JRZ. Drei ModeratorInnen im Studio, die über nichts anderes mehr berichten wollen. Die nächsten zehn Tage weckt mich garantiert ein anderer Radiosender.

nicht hilfreich

Na super. Aber woran sich der Exchange-Server verschluckt hat, vermag er mir trotz der spielerisch-eleganten Wiederholung nicht zu sagen. Selbstverständlich bringt auch der erneute Versuch nichts. Und ja, natürlich hab ich auf den Link unten links geklickt. Man darf ja noch träumen, dass solche Feedbacks einen Nutzen haben.

Video des Tages

Was für ein erfrischend grosszügiger Umgang mit Farbe! Die fertigen Kunstwerke müssen unheimlich schwer sein:

auf Bärensuche

Die Sommertouren sind bald alle aufgearbeitet. Bleibt noch jene hoch zur Bärenfalle, einem Pass zwischen der Beckenrieder Alp und Niederrickenbach. Heiss wars, und die 1100 Höhenmeter ab Oberdorf bei Beckenried waren eine Plackerei. Ein Glück gibts hoch oben im Tannibüel ein kleines Bergrestaurant, wo man nachtanken kann. Und von da weg wars dann auch nur noch ein Katzensprung bis zu den Bären hinauf.

Was folgte, war ein schöner geschwungener Trail nach Niederrickenbach, wo nach kurzer Schiebestrecke (die Leute dort scheinen überhaupt keinen Spass zu verstehen) ein gezackter technischer Steilhang im Wald folgte. Die halbe Innerschweiz schien an diesem Tag auf den Beinen zu sein: Der Parkplatz vor der Luftseilbahn in Dallenwil war jedenfalls heillos überlaufen.

Das lange Ausrollen zurück nach Luzern war dann wie immer business as usual und nicht weiter bemerkenswert.

in Kastanienwäldern

Wir hatten ja vom «Sommer» her immer noch eine Rechnung offen. Murphy meinte es aber auch diesmal nicht gut mit uns und verhiess übles Wetter im Bündnerland. Also wurde kurzerhand umdisponiert und das sonnige Tessin für die Wochenendtour anvisiert. Die Runde am Samstag führte von Lugano aus durch herbstliche Wälder und über tolle Bergflanken hoch zum Monte Bar.

Bis Sonvico verlief die Route der stark befahrenen Strasse nach. Als wir danach endlich anständiges Terrain für unsere Bikes erreicht hatten, war subito Schwitzen angesagt: Über fast 700 Höhenmeter verlief der Weg fein säuberlich senkrecht zu den Höhenlinien bis hoch zur Capanna Pairolo. Die sympathische Hüttenwartin verstand zwar kein Deutsch und fast kein Englisch – und unser Italienisch ist in etwa auf dem Niveau von «du machen Kaffee bitte». Mit viel Einsatz von Hand und Fuss kamen wir aber doch ziemlich problemlos zu unseren Erfrischungen.

Die dann folgenden 200 Hm hoch zur Landesgrenze waren nach dem Aufstieg vom Vormittag fast pure Erholung. Der Grenzübertritt verlief problemlos, und nach zwei Kilometern Italien waren wir wieder in der Schweiz und auf einem nicht enden wollenden wunderschönen Trail entlang geschwungener Höhenlinien.

Inmitten des wilden Geländes trifft man regelmässig auf piekfeine Asphaltstrassen, die vor unscheinbaren Alphütten enden. Allem Anschein nach ist die beste Armee von allen auch hier sehr präsent.

Der wilde Trail durch den Wald nach Camignolo südlich des Ceneri forderte zum Abschluss der Tour noch einmal die letzten Kräfte und krumme Speichen. Das benachbarte Rivera (uns Bahnfahrenden ausschliesslich bekannt als Rivera-Bironico) bietet dem müden Biker ein hübsches kleines Hotel direkt an der Bahnlinie. Aber sonst überhaupt nichts. Man muss schon eine Weile suchen, bis man einen Ort findet, wo überhaupt Abendessen angeboten wird. Die rustikale griglia mista von Fisch und Landgetier war letzten Endes immerhin ein sehr spannender Schlusspunkt des Tages.

Herbst im Skigebiet

Bevor wir hier gänzlich ins Ski-Schwelgen verfallen, muss ich noch eine fantastische Bike-Tour nachreichen. Davos war einmal mehr das Ziel der Reise. Für den zweiten Tag war die grosse Bahnentour geplant; ein Abenteuer, das ja bereits ausführlich diskutiert worden ist und eigentlich viel besser in die Winter-Posts hineinpasst.
Die Wetterleute versprachen für den Anreisetag Dauerregen und hundsmiserables, kaltes Wetter. Bevor wir uns unverrichteter Dinge auf den Weg ins Thermalbad machten, wollten wir aber doch Plan A und eine schöne Tour mit 1000 Hm durchführen, schliesslich war gar ein Fetzchen Sonne am Himmel zu erahnen.

In Richtung Flüelapass gings los – selbstverständlich nicht auf der Passstrasse –, um dann in Tschuggen nach einem Kaffeehalt in Richtung Pischa abzubiegen und aufzusteigen.

Bei der verlassenen Bergstation lag der erste Schnee und es war eisig kalt. Also hurtig auf dem Pischagrat in Richtung Hüreli und dann auf einem sensationellen Trail fadengrad bergab.

Vor dem Einnachten trafen wir dann auch schon wieder in Davos ein, wo die Bikes therapiert wurden (für den Folgetag sollten die Bremsbeläge schliesslich top in Ordnung sein!) und wir wie gewohnt ein feines Restaurant zum Carboloading entdeckten. Was will man mehr?