die Saison läuft

Eigentlich habe ich mit der kalten Jahreszeit noch lange nicht abgeschlossen – wieso auch, wenn auf dem Titlis immer noch über 6 Meter Schnee liegen! –, da überschneiden sich plötzlich vehement Winter- und Sommersportarten. Das Bike ruft, der erste Pass (na ja, Ächerli, 1458 m.ü.M.) ist bereits überquert.

Das Motto für die warme Jahreszeit habe ich heute immerhin bereits im Web gefunden:

Mountainbiken ist, wenn man mit den wesentlichen Körperteilen ins Ziel kommt
und jene Fahrradteile mitbringt, die zu teuer sind, um sie im Wald liegen zu lassen.

Passt.

svp fail

Irgendwie nur logisch, dass die Partei mit dem Sünneli dagegen ist, dass die Polizei Bussen verteilt. Zumindest heute Nachmittag vor dem Luzerner Theater:

Dass der gelbe Strich eigentlich absolutes Halteverbot meint (und das Auto NB parkiert ist, also niemand drin gesessen hat), scheint die selbsternannten Hüter über Recht und Ordnung wenig zu interessieren. Und ja: Die Karre ist auf die Firma des werbenden Kandidaten zugelassen.
Vielleicht muss man den Satz aus der SVP-Stadtrats-Wahlzeitung «Die Politiker müssen endlich ihre Verantwortung wahrnehmen und alles tun um Bürger zu schützen und Gesetze konsequent umzusetzen. (sic)» ganz einfach neu interpretieren?

es grünt

Das Wochenende zwar in den Alpen im tiefen Schnee verbracht (und dabei unter anderem die wunderbare Steinberg-Variante gezeigt bekommen, besten Dank auch dafür!) – umso mehr war dann zum Ausklang im frühlingshaften Luzern etwas Saisongerechtes angebracht.

Einmal mehr sollte es ein Strudel mit einem feinen frischen Dinkelteig werden. Diesmal gefüllt mit Broccoli, Zwiebeln, Knoblauch und kross gebratenen Bratwurstschnitzen. Ein Schuss Crème Fraîche vermengt mit Bratensaucenpulver sorgte für leichte Bindung. Haufenweise geriebener Pecorino und geschnittener Schnittlauch obendrauf, zugeklappt und gebacken.

Dazu ein Glas aus dem Saffergarten im Luzerner Seetal, und die Woche darf beginnen!

wählerisch

Gefunden in der Sonntagszeitung. Die sehr frische 50-Jährige hat ja extrem konkrete Wünsche für die traurige Zweisamkeit!

Aussichten

(Klick fürs Grossbild zeigt die Misere noch eindrücklicher…)
Man darf dreimal raten, für welche zwei Tage seit Monaten Outdooraktivitäten geplant sind. Karma, anyone?

Hausarrest

Ich bin länger je mehr angetan vom simplen Konzept unserer Post: Kann ein Brief oder Paket nicht zugestellt werden, weil ich für die erlösende Unterschrift nicht anwesend bin, wird die Sendung unkompliziert in der nächsten Filiale des Konzerns – keine 200 m von meinem Wohnort entfernt – zur Abholung hinterlegt. That’s it.

Ganz anders bei der sogenannten Konkurrenz: Ein Paket aus Frankreich versuchte der UPS-Bote während meiner Abwesenheit letzte Woche zweimal erfolglos zu liefern. Die Möglichkeit, unkompliziert übers Internet Liefertermin oder -adresse zu ändern, funktioniert bei dieser Firma eigentlich nie. Habs das ganze Wochenende über probiert. Am Sonntag stand dann auf der Status-Seite plötzlich etwas von einer geplanten Lieferung für heute Dienstag. Super, dann konnte ich am Montag über meinen Tag verfügen und auswärts arbeiten. Nur dumm, war am Abend wieder eine «Heute haben wir versucht, eine Sendung bei Ihnen zuzustellen»-Meldung im Briefkasten. Amateure!

Heute solls nun definitiv klappen. Mit dem allerletzten Zustellversuch. Ansonsten wird die Sendung wieder an den Absender zurückgeschickt. Oder kann noch während maximal fünf Tagen in Arlesheim abgeholt werden. Wo immer das sein mag. Das heisst also: Keine laute Musik, damit das Klingeln sicher nicht überhört werden kann. Nichts trinken, sonst kommt der Bote garantiert während der WC-Sitzung. Keine Telefonate. Nichts einkaufen gehen. Und und und. Elektronische Fussfessel, anyone?

besser als Arbeit

Lohnt sich absolut, gerade in einer superhektischen und verplanten Woche. Arbeiten kann man nachts. Und der Schlaf wird ohnehin generell überbewertet.

unendliche Weiten

Als Kind war ich ja immer schon fasziniert an Planetenwegen, die es da und dort in die Landschaft gestellt zu erwandern gab. Beim Startpunkt hing da irgendwo eine sitzballgrosse Sonne; entlang des Weges waren dann massstabgetreu in immer grösser werdenden Abständen die Planeten als kleine Stecknadelköpfe auf Holzstelen gepinnt. Über den Jupiter hinaus kamen wir bei den Wanderungen wohl kaum jemals, das Sonnensystem ist ja dermassen gross.

Umso schöner, gibts unser Sonnensystem jetzt kompakt in Buchform zu kaufen: In zwölf Bänden à je 500 Seiten ist alles von der Sonne bis zum Pluto zu finden. Im Massstab eine Million Kilometer pro Buchseite. Das ergibt haufenweise dunkelschwarze Seiten. Gibt ja nicht massig viel Sehenswertes in unserem Sonnensystem.

Haben will! Ein sooo schönes Werk!

♥ BBC

Ich hätte dank Internetradio ja problemlos Zugang zu allen möglichen BBC-Sendern. Zu mehr als den Global News (btw: ein absoluter Genuss; zweimal täglich 20 Minuten das Wichtigste aus der Welt in feinstem Oxford English), die ich regelmässig als Podcast auf dem Arbeitsweg höre, reicht es allerdings leider nur selten.

Aus der Zeit, als sogar noch die grossen Monty Pythons bei der BBC ihr Unwesen trieben, habe ich letzthin diesen hervorragenden Jingle gefunden. Mit dem neuen internationalen Frequenzplan, der Ende 1978 eingeführt worden ist, hat offenbar auch der britische Rundfunk etliche Radiofrequenzen anpassen müssen. Das wurde natürlich nicht einfach ganz dröge angekündigt, weit gefehlt! Es wurden die ehrwürdigen King’s Singers damit betraut, die Frequenzänderungen als Choral anzusagen: Play BBC Frequency Change Announcment

Ist das nicht wunderbar? Für SOLCHEN Service Public würde ich liebend gerne meine Rundfunkgebühren entrichten.

R.I.P.

Soeben wieder am eigenen Leib erfahren, was ich seit Jahren überall predige: Festplatten sind launisch und können ohne mit der Wimper zu zucken (haben ja auch keine) von einem Moment auf den nächsten Bootvorgang in Schönheit sterben. Bei mir wars eine gerade einmal sechs Monate alte sauteure SSD im Arbeitsnotebook.

Der professionelle Prediger hat selbstverständlich vorgesorgt. Ersatzplatte einbauen, ein halbwegs aktuelles System-Image zurückspielen, Updates durchfahren, Daten aktualisieren: Nach knapp vier Stunden ist das Gerät wieder einsatzbereit. Ärgerlich ist die Geschichte trotzdem. Wieso müssen SSDs so elend unzuverlässig sein?

In Foren wird gemunkelt, dass der Hersteller bei dieser Serie eine Ausfallquote von deutlich über 10% hat. Die Technologie scheint mir mitnichten ausgereift zu sein. Nichtsdestotrotz: In mein Notebook kommt mir keine herkömmliche Harddisk mehr. Erstens ist mir unterwegs im rumpelnden Bus arbeitend wohler mit möglichst wenig mechanischen Teilen. Und zweitens (ich hätte nicht gedacht, dass das derart massiv auffällt) ist der Geschwindigkeitsvorteil tatsächlich enorm: Nach einem halben Jahr mit SSD fühlt sich mein Notebook jetzt an wie ein Relikt aus der Vergangenheit. Kaum auszuhalten!